Die seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert als „Landskron“ bezeichnete Wehranlage liegt inmitten von Weinbergen oberhalb der historischen Altstadt von Oppenheim.

Als Reichsburg wurde sie vermutlich etwa zeitgleich mit der Ernennung von Oppenheim zur Reichsstadt (1225) gegründet. Stadtmauer und Burg bildeten eine gemeinsame Verteidigungsanlage zum Schutz des umliegenden Reichsguts. Die Burg hatte dabei eine Doppelfunktion als Verteidigungsbau und repräsentativer, königlicher Herrschaftsort. So sind seit dem ausgehenden 13. Jahrhundert zahlreiche Königsaufenthalte belegt. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg zum Schloss im Spätrenaissancestil ausgebaut.

Die Geschichte der Burg ist geprägt von zahlreichen Zerstörungen, Um- und Wiederaufbauten, die bereits kurz nach ihrer Gründung begannen. Endgültig zerstört wurden Burg und Stadt im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688 – 1697). Die wechselvolle Historie lässt sich noch gut an den erhaltenen Bauteilen und den unterschiedlichen Baustilen nachvollziehen.

Besonders beeindruckend sind die über mehrere Geschosse reichenden Außenwände des Palas aus dem 16. Jahrhundert und der funktionsfähige, 42 Meter tiefe Brunnen aus dem 13. Jahrhundert.