Der Bergfried der Schwabsburg erhebt sich mit einer beeindruckenden Höhe von 22 Metern inmitten von Weinbergen westlich von Nierstein.

Er ist das Überbleibsel einer kleinen, etwa um 1210 gegründeten Wehranlage, die die Güter im Ingelheimer Grund sowie – mit einer Gruppe weiterer Burgen – den Reichsbesitz um Oppenheim und Nierstein schützen sollte. Nach ihrer Pfändung im 14. Jahrhundert verlor die Schwabsburg ihre Bedeutung, wurde 1620 während des Dreißigjährigen Krieges zerstört und 1799 zum Abbruch freigegeben.

Der Bergfried überdauerte alle diese Schicksalsschläge und wurde zuletzt in den Jahren 2009 bis 2012 saniert. Er ist mit Buckelquadern aus Kalkstein verkleidet, ein Kennzeichen aufwendiger Befestigungsarchitektur der Stauferzeit. Im Turminnern führt heute eine moderne Stahlspindeltreppe vom alten Verlies zum ehemaligen Eingang in rund 11 Metern Höhe. Von dort gelangt man über eine Steintreppe auf die Aussichtsplattform.

Die Schwabsburg ist nicht nur Kulturdenkmal, sondern beherbergt auch Nistplätze von Dohlen und Turmfalken.