Grundmauern und Geländer, dazwischen Wiese, im Hintergrund Wald, eine Brücke und Häuser

Einsam im Wald, unweit des oberen Nahetals, liegt die Frauenburg. Als deren Namensgeberin gilt Gräfin Loretta von Sponheim, eine der schillerndsten Frauengestalten des Mittelalters.

Als junge Witwe lenkte sie ab 1324 die Geschicke der Grafschaft für ihren unmündigen Sohn. Im Zuge von territorialen Auseinandersetzungen kam es zu einer Kraftprobe mit einem der damals einflussreichsten Männer Europas: dem Kurfürsten Balduin von Luxemburg, Erzbischof von Trier. Loretta scheute sich nicht, den mächtigen Mann gefangen nehmen zu lassen.

Die genaue Entstehungszeit der Burg ist unbekannt, eine Urkunde aus dem Jahr 1327 zeigt aber, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits fertiggestellt war.

Über mögliche bauliche Veränderungen seit dem späten Mittelalter gibt es heute keine Kenntnis. Auch Details zum Verfall der Anlage sind unbekannt. Spätestens im 19. Jahrhundert war sie nur noch eine Ruine. Zuletzt wurde sie von 2013 bis 2015 aufwendig saniert.

Besonders beeindruckend ist die Ostseite mit den beiden unterschiedlich hohen Rundtürmen und der gut erhaltenen massiven Schildmauer.