Die Altenbaumburg am Ausgang des Alsenztals bildete im Mittelalter mit der Ebernburg und der Burg Rheingrafenstein ein „Wehrdreieck“ um Bad Münster am Stein.

Bis ins späte 14. Jahrhundert war sie der Stammsitz der Raugrafen; danach verlor sie an Bedeutung. Ende des 15. Jahrhunderts wurde sie als „verfallen“ bezeichnet und Teile der Burg wurden zum Ausbau der Ebernburg genutzt. Endgültig verwüstet wurde die Altenbaumburg 1689 durch französische Truppen.

Noch heute ist auf dem langgestreckten Gelände gut die Unterteilung in drei separate Anlagen – Ober-, Mittel- und Unterburg – zu erkennen. Die Oberburg weist noch Teile des ältesten Baubestands aus dem 12. oder frühen 13. Jahrhundert auf. Sie wurde von einem wohl rund 40 Meter hohen Bergfried beherrscht, von dem noch ein stattlicher Stumpf aus bossierten Buckelquadern erhalten ist. Die erkennbaren Reste der Mittel- und Unterburg sind vornehmlich auf die gotische Zeit zu datieren.

Auf der Bergspitze – im Bereich der Unterburg – sticht ein palasähnliches Wohngebäude ins Auge, das in den 1980er-Jahren rekonstruiert wurde. Hier ist heute ein Restaurant untergebracht.